Bürgerdialog zum Kohlebrand im Restloch Rusendorf

Dialogveranstaltung in Meuselwitz

Rund 450 Menschen kamen am 4. August 2026 in der Meuselwitzer Schnaudertalhalle zusammen, um sich beim Bürgerdialog der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), der Stadt Meuselwitz, des Landkreises Altenburger Land und des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) über den Kohlebrand im Restloch Rusendorf zu informieren. Der Brand beschäftigt die Menschen in der Region seit Wochen. Im Mittelpunkt standen vor allem Fragen zu möglichen Luftschadstoffen, gesundheitlichen Auswirkungen und dem weiteren Vorgehen.

Die große Beteiligung machte deutlich, wie wichtig transparente und verständliche Kommunikation in einer solchen Situation ist. Viele Bürgerinnen und Bürger äußerten Sorgen und forderten verlässliche Informationen zu Messwerten und möglichen gesundheitlichen Auswirkungen sowie klare Ansprechpartner. Füller & Krüger übernahm die kommunikative Leitung der Veranstaltung und sorgte für einen strukturierten Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern, LMBV und Behörden.

Die LMBV ist als Nachfolgegesellschaft des früheren Bergbaus für das Restloch Rusendorf bergrechtlich verantwortlich. Am 27. Juni 2026 war es auf der stillgelegten Fläche zwischen Meuselwitz, Mumsdorf und Falkenhain zu einem Großbrand gekommen.

Beim Bürgerdialog erläuterte LMBV-Geschäftsführer Bernd Sablotny den aktuellen Stand und die weiteren Schritte. Ziel ist es, den Brand dauerhaft zu sichern und die Sauerstoffzufuhr durch eine etwa zwei Meter mächtige Erdschicht zu unterbinden. Die vollständige Brandbeseitigung wird voraussichtlich zwei bis vier Jahre dauern.

Im Zentrum des Abends standen jedoch die Fragen der Anwohner: Welche Luftschadstoffe treten auf? Was zeigen die Messungen? Welche gesundheitlichen Auswirkungen sind zu erwarten? Und wie werden die Menschen weiter informiert? Die Diskussion machte deutlich, dass neben der technischen Bewältigung des Brandes eine kontinuierliche und verlässliche Kommunikation notwendig ist.Bürger im Dialog

Fotos: Kathrin Falke und Uwe Steinhuber für LMBV

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